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Wenn man einen Affen an eine Schreibmaschine setzt, so wird wohl kaum ein Hamlet herauskommen. Aber ähnlich groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass durch Evolution, Zufall menschliches Leben entsteht. Dies soll aber nach dem Urknall passiert sein. Sehr viel wahrscheinlicher scheint es doch, dass hinter all der Schöpfung etwas steht, was diese Schöpfung leitet. Dies ist der GEIST. Der große Geist, den man nicht fassen kann.

Ken Wilber benutzt hier die Schreibweise GEIST, um den Unterschied zum individuellen denkenden Geist zu machen. Der GEIST oder große Geist ist das, was die Evolution vorantreibt.
Man kann den GEIST nicht fassen, man kann aber seine Auswirkungen sehen. Zu erkennen gibt sich der GEIST im Unterschied. Er selbst ist das Ununterscheidbare. Oder wir die Taoisten es auch nennen, das Wu Chi. Das Nichts in dem alles enthalten ist.

Wie ist das zu verstehen? Anschaulich kann man es sich nit der Vorstellung des Ozeans machen. Der Ozean hat Wellenberge und Wellentäler. Dies ist das Unterscheidbare, das Yin und Yang. Wenn man jetzt gedanklich die Wellen immer kleiner werden lässt, so hat man am Ende keine Wellenberge und Wellentäler mehr. Es gibt nur noch den Ozean. Aber das Potenzial für Wellen ist darin enthalten. So ist der GEIST „das Nichts in dem alles enthalten ist“. (Man muss bei diesem Beispiel den Ozean als unendlich annehmen, er dient nur zur Annäherung an den GEIST. Der Ozean als reales Ding befindet sich natürlich in der Welt der Dualität, der Gegensätze und ist erkennbar, da er sich z.B. vom Himmel unterscheidet)

Ken Wilber gibt auch eine schöne Beschreibung über den GEIST. Sinngemäß ist dies wie folgt:
Dem GEIST war langweilig, so brachte er die Welt hervor. Diese Welt ist er aber selbst. Dies ähnelt dem Zustand, wenn man mit sich selber ein Spiel (Dame, Schach etc.) spielen will. Man macht auch die Züge für sein Gegenüber. Aber das Spiel gelingt nicht so recht, da man ja alle Züge schon weiß.

Hier hat der GEIST einen Trick eingeführt. Er trennt sein Gegenüber von seinem Bewusstsein ab. Damit weiß er und sein Gegenüber (der er eigentlich auch ist) nicht mehr, welcher Zug der andere als nächster machen wird. Dies ist das Spiel des Lebens. Der GEIST drückt sich damit in einem mannigfaltigen Spiel aus.

Das Streben in der Spiritualität, in der menschlichen Evolution geht aber zu immer größeren Holons. Bis am Ende ein Holon entsteht, das alles umfasst. Das Nichts, in dem alles enthalten ist, das Ununterscheidbare. Der GEIST hat sich wieder selbst gefunden.

Dieses ganze Spiel, diese Ausdrucksweise des GEISTES nennt man GEIST in Aktion.